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Der Weinbau im Tessin hat eine lange Geschichte; richtig bekannt wurde er in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, nach dem Wiederaufbau der Weinberge nach auf Qualität basierenden Kriterien. Im Speziellen die Einführung der Merlot Rebstöcke, mit denen die ersten Versuche um 1906 durchgeführt wurden, hat in wenigen Jahren die Struktur und die Berufung des Weinanbaus im Tessin radikal verändert. Ende des 18. Jahrhunderts wurde durch verschiedene, ahnungslos aus Amerika eingeführte namhafte Krankheiten, ein grosser Teil des europäischen Weinanbaus zerstört und dies hat auch auf der Alpensüdseite unkalkulierbare Schäden angerichtet. Der Merlot hat in der Folge sehr bald diese nicht gerade umsichtigen Bepflanzungen ersetzt und dank der exzellenten Resultate, die aus den Versuchen gewonnen werden konnten, wurde er sehr bald zum meist kultivierten Rebstock im Tessin. Die Trauben werden im Tessin gegen Ende September reif, mit mittelgrossen, kugelrunden Beeren und einer blauschwarzen Farbe. Ihre Kelterung ergibt einen Wein von intensiv rubinroter, lebhafter Farbe, mit einem ausgewogenen Körper und ausgeprägtem Charakter. Je nach Herkunftsterrain und Verarbeitungsmethode passt der Merlot perfekt zu Vorspeisen mit reichen und schmackhaften Saucen, zu gegrilltem, gebratenem oder geschmortem rotem Fleisch, zu Wildgerichten und schliesslich zu den hervorragenden Käsesor ten, die auf den vielen Alpen der Tessiner Berge hergestellt werden. Er eignet sich für die Reifung in kleinen Eichenfässern und für eine nicht zu lange Lagerung (4-6 Jahre). Serviert wird er mit einer Temperatur von 16°-18° C in weiten Kelchen. Das Tessin hat zwei sehr unterschiedliche Bodenarten, die geografisch dem Sopraceneri und dem Sottoceneri entsprechen und die, die in den beiden Gebieten produzierten Weine charakterisieren. Im ganzen Tessin werden folgende Rebsorten (in der Reihenfolge ihrer Bedeutung) angebaut: Merlot (82%), Cabernet Franc und Sauvignon, Gamaret, Bondola und Pinot Noir. Nur 8% entfallen auf weisse Traubensorten, aus denen der Chardonnay und der Sauvignon Blanc herausragen. Trotz seiner kleinen Fläche produziert das Tessin eine beträchtliche Quantität an Weissweinen, dank der Kelterung “in Weiss“ des Merlots. Diese Produktionsart ist der Ursprung für besonders ansprechende Weine mit einer beachtlichen Zartheit. Seit 1997 darf der Merlot del Ticino die Bezeichnung DOC (denominazione di origine controllata) tragen, eine Anerkennung für die Herstellung und die Qualität der Weine.

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