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Bellinzona

San Bernardino

Coira - Thusis - Passo o Tunnel del San Bernardino - Lugano

Die San-Bernardino-Route führt von Chur durch das Hinterrheintal über die Bündner Alpen ins Tessin. Sümpfe, Bergseen und Föhrenwälder prägen das Landschaftsbild um den 2065 Meter hohen Pass.
Auf der Passhöhe verlaufen die Europäische Wasserscheide und die Sprachgrenze zwischen Deutsch und Italienisch. Seinen Namen erhielt der zuvor „Mons avium“ („Vogelberg“) genannte Pass im 15. Jahrhundert, als zu Ehren des Heiligen Bernhardin von Siena eine Kapelle erbaut wurde.
Der nördliche Ausgangspunkt der San-Bernardino-Route ist der Bündner Kantonshauptort Chur, die älteste Stadt der Schweiz. Nach Reichenau führt die Autobahn A13 durch das Domleschg, die Region mit der grössten Burgendichte Europas – ein Hinweis auf die strategische Wichtigkeit der Alpenübergänge im Mittelalter.
Bereits die Römer hatten den San-Bernardino-Pass benutzt. Das Haupthindernis war nicht der Pass selber, sondern der beschwerliche Weg durch die 300 Meter tiefe Rheinschlucht zwischen Thusis und Zillis, die nicht zufällig den Namen „Via Mala“ ("Schlechter Weg") trägt. Weltberühmt ist auch die Kirche St. Martin mit ihrer charakteristischen Holzdecke in Zillis.
Während die Autobahn bei Hinterrhein bis zum Dorf San Bernardino in einem 6,6 Kilometer langen Tunnel verschwindet, führt die Passstrasse in eine hochgelegene, mystische Moorlandschaft mit spiegelnden Wasseraugen und Gletscherschliffen bis zum San Bernardino Pass auf 2065 M.ü.M. und dem schönen Bergsee Lago Moesola. Auf der südlichen Seite des Passes spricht man bereits Italienisch.

Passhöhe: 2065 M.ü.M.
Kanton: Graubünden
Talorte: Hinterrhein und San Bernardino
Ausbau: Strasse
Erbaut: 1823
Max. Steigung: 9,7%
Wintersperre: Dezember – April / Tunnel A13 ganzjährig offen

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