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Themenwege – Historischer-naturalistischer Themenweg Sonvico

Etappe 9: Der Giessbach Franscinone

Die Bewegung und die Wassermasse eines Giessbaches sind unterschiedlich und beeinflussen in bemerkenswerter Weise die Stabilität der Biotope, indem sie andauernd deren Aussehen und Umwelt verändern.

Das Gefälle eines Wasserlaufes bestimmt die Fliessgeschwindigkeit und folglich auch seine ökologischen Eigenschaften. Letztere hängen auch von der Temperatur, dem Sauerstoffgehalt und der chemischen Zusammensetzung des Wassers ab. Sowohl die Anwesenheit bestimmter Tierarten als auch die Siedlung pflanzlicher Gattungen hängen von diesen Faktoren ab. Dank der morphologischen Eigenschaften des Franscinone (steiniger Grund, kleine natürliche Becken mit mehr oder weniger ruhigem Wasser) und seiner sauberen, sauerstoffreichen Gewässer entstehen im Giessbach verschiedene Umgebungen, die für das Leben unterschiedlicher Wasserinsekten geeignet sind. Dort finden wir vor allem Larven von Ephemeriden, Köcherfliegen und Steinfliegen.

Im Franscinone leben auch Wassermilben, Blutegel und Würmer die zehn Zentimeter und noch länger werden können. Ein typischer Bewohner dieses Gebiets ist der Feuersalamander, der, wie alle Amphibien, unter einem enormen Umweltdruck steht, verursacht von den Tätigkeiten der Menschen. Die Wasserableitung und -verschmutzung, die Eindämmung und die Kanalisation der Bäche, sowie deren Benutzung als wilde Müllabladeplätze, bringen das Überleben des Salamanders in Gefahr, denn er ist zutiefst mit dem seines Habitats verbunden.

Im Franscinone können wir auch die Bachforelle beobachten. Dem Wasserlauf entlang treffen wir, ausser den schon bei Station Nr. 2 beschriebenen Gesteine, auch auf Gneisfelsblöcke. Mit einem Alter von ca. 500 Millionen Jahren gehören sie zu den ältesten Gesteinsformationen des Tessins. Dabei handelt es sich um sogenannte erratische Blöcke, die von anderen Regionen stammen, besonders vom Ceneri, und hier von den Gletschern deponiert wurden.

Im Unterschied zum Gneis vom Stabbiello, rötlich und lamellar, ist derjenige vom Ceneri grau und von kompakter Struktur. Auch das Dolomitgestein - von den Denti della Vecchia talabwärts abgerutscht - ist mit seiner hellen Farbe oft anzutreffen. Es ist ein Sedimentgestein (s. Station Nr. 23), bestehend aus Magnesium- und Kalziumkarbonat.

Früher gab es keinen Wald in diesem Gebiet. Ein Kanal führte das Wasser zu den Mühlen zu. Hier befanden sich auch einige Wasserbecken, die für das Aufweichen von Hanf benutzt wurden. Der Anbau von Hanf zur Gewinnung von Fasern war ursprünglich sehr verbreitet, wurde dann aber mit dem Aufkommen von synthetischen Geweben verdrängt. Somit ist in diesem Gebiet die Waldstruktur relativ jung. Die vorhandenen Laubbäume wiederspiegeln die der zweiten Station, während wir unter den Gräsern folgende Pflanzen betrachten können: die Grosse Sternblume, die im Juli blüht, die Einbeere, charakteristisch für die Ufer der Wasserläufe, und den Gefleckten Aronstab, mit seinen aussergewöhnlichen Früchten, rot und rispenförmig, die erst im Spätsommer reifen.

  1. Ähnliche Ausflüge

    Historischer-naturalistischer Themenweg Sonvico
    Etappe 1: Der Brunnen und der "Riaron"
    Etappe 2: Das Haus "Della ragione"
    Etappe 3: Grad
    Etappe 4: Cassinel
    Etappe 5: Der gemischte Laubwald
    Etappe 6: Geologische Besonderheiten
    Etappe 7: Mühle und Brücke
    Etappe 8: Die Lichtung im Wald
    Etappe 10: Der Waschtrog
    Etappe 11: Die Waldvögel
    Etappe 12: Das Erosionstal des Franscinone
    Etappe 12: Wasser und Energie
    Etappe 13: Das Schwemmland-Gebiet
    Etappe 14: Die Molkerei
    Etappe 15: Die Kalkbrennerei
    Etappe 16: Das ländliche Gebiet
    Etappe 17: Das feuchte Gebiet von Canéed
    Etappe 18: Der Kohlenplatz
    Etappe 19: Die Terrassierungen
    Etappe 20: Madonna d'Arla
    Etappe 21: Der Kastanienwald von Pian Piret
    Etappe 22: Der Buchenwald
    Etappe 23: Der Kupellfels
    Etappe 23a: Die Denti della Vecchia
    Etappe 24: R’Alborón
    Etappe 25: Das Oratorium von S. Martino
    Etappe 26: Der Dorfkern von Sonvico
    Etappe 28: Die Nusspresse
    Etappe 28: Die Kirche S. Giovanni Battista

  2. Anreise

    Le Autolinee Regionali Luganesi coprono la tratta Lugano – Sonvico; dalla Val Colla si può accedere a Sonvico, usufruendo dell’autopostale, percorrendo il tragitto Tesserete – Sonvico.

    Viaggio coi trasporti pubblici!

  3. Wegweisung

    Sonvicosentierostorico Adesivo

  4. Download