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Themenwege – Historischer-naturalistischer Themenweg Sonvico

Etappe 21: Der Kastanienwald von Pian Piret

Hier können wir eine selva castanile betrachten, eine Kastanienplantage, die so wie früher betrieben wird: der Kastanienwald.

Die Kastanie ist kein heimischer Baum. Sie wurde, ungefähr vor 2000 Jahren am Anfang des christlichen Zeitalters, von den Römern eingeführt. Dieser Baum hatte früher als Nahrungsquelle wie auch als Rohstoff eine sehr grosse Bedeutung. Die Kastanie wurde als „der Baum“ schlechthin betrachtet. Im Verlauf der Jahre hat die Kastanie ihre Wichtigkeit verloren, sowohl als Nahrungsquelle wie auch vom ökonomischen Gesichtspunkt aus. Bereits ab Mitte des 18. Jahrhunderts, mit dem Übergang zu einer Landwirtschaft, die sich auf den Maisanbau stützte, begann der Untergang der Nutzung dieses Baumes. Das Fortschreiten der Verwahrlosung der Kastanienwälder fördert heute die Ansiedlung von heimischen Arten wie die Linde, die Buche, die Esche und die Birke.

Der Kastanienwald besteht ausschliesslich aus Kastanienbäumen die gut voneinander distanziert sind. So bekommt der Boden genügend Licht, um eine Grasschicht entwickeln zu können, die früher als Weide benutzt wurde. Die Bäume sind veredelte Fruchtsorten. An einigen Bäumen sieht man noch die Ritze des Pfropfens. Die Veredelungen wurden mit verschiedenen Sorten durchgeführt. Jede war für einen bestimmten Zweck geeignet: die kleineren Früchte wurden gemahlen und das Mehl zum Brotbacken benutzt, andere wurden getrocknet, weitere noch wurden frisch gegessen. Eine kürzlich durchgeführte Studie hat im Tessin 120 verschiedene Sorten gezählt!

Die Bäume wurden gestutzt, um das Wachstum von neuen Ästen zu fördern und damit die Menge an Bau- und Brennholz zu erhöhen. Die Kastanien wurden auf eine solche Höhe gestutzt, dass die zarten Knospen der übriggebliebenen Äste für die Weidentiere unerreichbar blieben. Die besondere Form und Struktur der Waldkastanien gehen auf diese Praxis zurück. Diese Art von Betrieb brachte den Menschen sechs Monate lang pro Jahr Nahrung, Brennholz und Streu für die Tiere. Nichts von dem, was die Kastanie hergab, blieb ungenutzt.

  1. Ähnliche Ausflüge

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    Etappe 1: Der Brunnen und der "Riaron"
    Etappe 2: Das Haus "Della ragione"
    Etappe 3: Grad
    Etappe 4: Cassinel
    Etappe 5: Der gemischte Laubwald
    Etappe 6: Geologische Besonderheiten
    Etappe 7: Mühle und Brücke
    Etappe 8: Die Lichtung im Wald
    Etappe 9: Der Giessbach Franscinone
    Etappe 10: Der Waschtrog
    Etappe 11: Die Waldvögel
    Etappe 12: Das Erosionstal des Franscinone
    Etappe 12: Wasser und Energie
    Etappe 13: Das Schwemmland-Gebiet
    Etappe 14: Die Molkerei
    Etappe 15: Die Kalkbrennerei
    Etappe 16: Das ländliche Gebiet
    Etappe 17: Das feuchte Gebiet von Canéed
    Etappe 18: Der Kohlenplatz
    Etappe 19: Die Terrassierungen
    Etappe 20: Madonna d'Arla
    Etappe 22: Der Buchenwald
    Etappe 23: Der Kupellfels
    Etappe 23a: Die Denti della Vecchia
    Etappe 24: R’Alborón
    Etappe 25: Das Oratorium von S. Martino
    Etappe 26: Der Dorfkern von Sonvico
    Etappe 28: Die Nusspresse
    Etappe 28: Die Kirche S. Giovanni Battista

  2. Anreise

    Die öffentlichen Verkehrsmittel fahren regelmässig von Lugano nach Sonvico. Vom Val Colla aus erreicht man Sonvico mit dem Postauto über die Strecke Tesserete- Sonvico.

    Anreise mit dem öffentliches Verkehr!

  3. Wegweisung

    Sonvicosentierostorico Adesivo

  4. Download