Parco di Villa Negroni

Vezia

Der Park ist in zwei unterschiedlichen Zonen eingeteilt. Auf der unteren Ebene blühen die „Italienischen Gärten“, während sich über die zweite Zonen ein „Englischer Garten“ erstreckt.

Die Villa Negroni liegt auf dem Gemeindegebiet von Vezia und gehört zu den bedeutendsten Villen im Tessin. Der Park der Villa Negroni ist in zwei Zonen unterteilt. Da ist einerseits der Ziergarten nach italienischem Muster und andererseits ein grosses Gelände im Stil eines englischen Gartens. Der Ziergarten ist für das Tessin ein seltenes Beispiel eines rein italienischen Gartens. Er wurde in den Jahren 1910-1920 mit für das 17. Jahrhundert typischen Elementen angelegt: In Form geschnittener Buchsbaum (Buxus sempervirens), von abgerundeten Randsteinen eingefasste Beete, eine Tuffsteingrotte, verschiedene Brunnen, sowie Statuen und Dekorelemente in Schmiedeeisen. Architektur und Natur verschmelzen auf harmonische Weise. Der zweite Teil des Gartens, auf der Nordseite gelegen, ist eine eher natürliche, weniger durchgestaltete Landschaft. Der englishe Garten ist vom früheren Haupteingang, einem grossen schmiedeeisernen Gittertor mit seitlich angebrachter Skulptur, her zugänglich. Dem Eingang gegenüber steht die Familienkapelle. Mitten im Park, auf einem kleinen Hügel, umgeben von mächtigen Zedern (Cedrus ssp.), Buchen (Eagus ssp.) und Eichen (Quercus ssp.), befindet sich das Beinhaus. In einer Talmulde des Gartens, umgeben von natürlichem Pflanzenwuchs, fliesst ein kleiner Bach. Dann erreicht man eine ausgedehnte Wiese, von der aus der Blick auf die Südfassade der Villa fällt. Der Treppenaufgang in der Nähe der Grotte bringt zum Ziergarten und seine Farbenprächtige Beeten zurück.

Der Park

Die Villa wurde an der Schwelle des 17./18. Jahrhunderts von Carlo Morosini aus Lugano gebaut. Die mehrmals umgebaute Villa Negroni wurde zu einem mondänen Treffpunkt im Tessin. Etliche Persönlichkeiten der italienischen Kultur, Politiker, Intellektuelle, Musiker und Künstler waren in Morosinis Landhaus zu Gast. 1860 wurde die Villa erweitert, 1910 ging sie in den Besitz des Grafen C. A. Negroni aus Mailand über, dessen Sohn, der Architekt Giovanni Antonio Negroni, sich um die vollständige Umstrukturierung der bestehenden Gebäude kümmerte. Er hielt sich dabei skrupulös an die ursprüngliche Architektur. Der Bau wurde nicht nur restauriert, sondern auch erweitert. Hinzu kamen die Stallungen unterhalb des Gartens, der neue Nordflügel samt der mit Statuen geschmückten Verbindungsbrücke, die Kapelle, das Beinhaus und der italienische Garten. Der Garten wurde verziert mit Statuen und Blumenvasen aus Kunststein. Die in allen Ecken des Gartens angebrachten Vasen enthalten einen handgearbeiteten Blumenstrauss aus Schmiedeeisen. Dieses Element, wie auch die wunderschönen Gittertore am Eingang und zahlreiche andere eiserne Dekorationen, wurden aus den Villen der Familie Negroni in der Brianza nach Lugano gebracht. Zierhecken aus Buchsbaum (Buxus sempervirens), Palmen, kleine Brunnen und Barockstatuen aus Kieselstein zeugen noch heute von der harmonischen Symbiose zwischen Natur und Architektur, mit der Negroni diesen Ort zu Beginn des 20. Jahrhunderts gestaltet hat. Der Ziergarten übernimmt die humanistischen Wertvorstellungen der italienischen Renaissance, in der die Schönheit der Suche nach der Vollkommenheit entspringt, die aus der Harmonie hervorgeht. Der Raum im Freien wird wie ein architektonisches Werk entworfen, die geometrischen Flächen sind symmetrisch angeordnet, terrassenförmig angelegt und durch Statuen und Dekorelemente betont. Der Zusammenhang mit dem Gebäude ist so offensichtlich, dass der Garten als natürliche Fortsetzung der Fassade erscheint, ihren Hintergrund und gleichzeitig das Szenarium bildet, das die Villa präsentiert. Die Strenge des Ziergartens löst sich im darunter liegenden Park nach englischer Manier, der durch eine sanfte Böschung getrennt ist und sich seinerseits in der Landschaft verliert. Der Park wird eingegliedert in die ländliche Umgebung, deren Einfachheit zum Grundprinzip des Gartenbaus erhoben wird. Die innere Beziehung zwischen Park und Landschaft ist vollständig.
Der letzte Umbau der Villa Negroni erfolgte durch die Stadt Lugano, die diese Liegenschaft 1976 für 4,8 Millionen Franken erworben hat. Verschiedene Institute haben ihren Sitz hierher verlegt, bis im Jahre 1990 die Associazione Bancaria Ticinese in der Villa das im Entstehen begriffene Studienzentrum für das Bankwesen einrichtete. Bei dieser Gelegenheit wurde das Gebäude, vor allem im Innern, vollständig restauriert. Auch der Garten wurde einer Erneuerung unterzogen, wobei die ursprüngliche Struktur unverändert bleibt und wesentliche Elemente besonders hervorgehoben wurden. So erstrahlt der ganze Garten wieder in den Farben der Saisonblumen, die nach den Vorlagen der Jahre 1915-20 den Ziergarten geschmückt haben.    

Dauer des Parkrundgangs: 1 Stunde Hunde: An der Leine führen Fahrrad: Nicht erlaubt Kinderspielplatz: Nicht vorhanden Picknick und Barbecue: Nicht erlaubt Restaurants/Bar: Ja, in der näheren Umgebung Es dürfen keine Blumen oder Früchte gepflückt werden. Offen: Das ganze Jahr Ideale Besuchszeit: Frühling bis Herbst Eintritt Park: Gratis Geführte Besichtigung: Keine

6943 Vezia

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