-
Artphilein
Eintritt frei
CENSURA eröffnet seinen kuratorischen Weg mit Matete Martini, einer Künstlerin aus Pordenone, und präsentiert das Projekt Eis Café Martini.
Die Ausstellung, die am 30. Mai um 11:00 Uhr für das Publikum eröffnet wird, führt das Thema der Selbstzensur durch eine intime und familiäre Recherche ein, die Erinnerung, Migration, Zugehörigkeit und die Weitergabe von Identität miteinander verknüpft.
Mit Eis Café Martini geht Matete Martini von der Geschichte ihrer eigenen Familie aus, die Italien in der Nachkriegszeit verliess, um in Deutschland einen Lebens- und Arbeitsweg aufzubauen, der eng mit der Gastronomie verbunden ist.
Das Projekt durchquert den Kontext des Ruhrgebiets und mehrere Generationen, bewegt sich zwischen den Erzählungen des Vaters, der häuslichen Erinnerung und dem kindlichen Blick einer Person, die innerhalb einer erweiterten, arbeitsamen und tief verbundenen Familiengemeinschaft aufgewachsen ist.
Durch Fotografie, Malerei und Archivmaterialien zielt die Künstlerin nicht darauf ab, eine geordnete Genealogie oder eine lineare Chronik der Ereignisse zu rekonstruieren. Im Gegenteil: Sie konzentriert sich auf Spuren, Gesten und Formen der Kontinuität, die über die Zeit hinweg bestehen bleiben: den Rhythmus der täglichen Arbeit, das symbolische Gewicht eines Namens, das Gefühl der Zugehörigkeit und das, was weitergegeben wird, ohne notwendigerweise über Worte zu gehen.
Wie die Künstlerin sagt:
Was ist das, und woher entsteht dieser beinahe blutgebundene Widerstand gegen das Tun und Sein? Dieses Bedürfnis, einen Nachnamen, einen Namen, eine Tradition, ein Lokal weiterzuführen?
Diese Kraft hat mich immer fasziniert: keine Angst zu haben, nicht einmal angesichts der Gefahr. Sich niemals minderwertig zu fühlen, nicht einmal in einem Land, in dem man zu Gast ist – ffgemeinsam mit anderen Gästen. Daraus entsteht eine Erzählung, in der Identität nicht ausdrücklich behauptet wird, sondern durch Wiedererkennen Gestalt annimmt: in den Ursprüngen, im Körper, in der familiären Erinnerung und in dem, was man erbt, noch bevor man es überhaupt verstehen kann.
Öffnungszeiten:
- Die Ausstellung ist vom 29. Mai bis 3. Juli 2026 geöffnet
- Von Dienstag bis Freitag
- Von 10:00 bis 18:00 Uhr
Via San Salvatore 2, 6900, Lugano, Schweiz
Disclaimer
Die Informationen auf dieser Website, die Dienstleistungen oder Produkte betreffen, werden von externen Partnern bereitgestellt. Diese Informationen können sich häufig ändern; aus diesem Grund kann Lugano Region für eventuelle Ungenauigkeiten nicht haftbar gemacht werden.