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Teatro Pan
Öffnungszeiten
Freitag: 10:00
Samstag: 20:00
Auf der Bühne stehen nur eine Erzählerin und ein Musiker. Gemeinsam erzählen sie die Geschichte von Odysseus, dem Mann, der in die Ferne aufgebrochen ist und den Weg nach Hause sucht, und von Penelope, der Frau, die auf ihn wartet. Die Erzählung, durchzogen von Fragmenten, Bildern und musikalischen Spuren, nimmt verschiedene Perspektiven ein und erlaubt sich Improvisationen und Abschweifungen – ganz so, wie es die mündlich überlieferten Gesänge der Aöden taten, jener Geschichtenerzähler vergangener Zeiten, die als Erste die Odyssee weitererzählten.
Die Aufführung entstand aus dem Wunsch heraus, einen grossen zeitlosen Klassiker einem breiten Publikum zugänglich zu machen: eine ewige, vielschichtige und komplexe Geschichte, die die Keime unserer Moderne und jener Werte in sich trägt, die wir bis heute zu bewahren versuchen – allen voran die Pflicht, Menschen willkommen zu heissen, die von weit her kommen. Das Bühnenbild ist minimalistisch und zugleich voller Anspielungen: ein Meer aus Büchern und eine Tafel erinnern an die Welt der Schule, ohne sie jemals ausdrücklich zu benennen. Der Text ist fliessend und bewegt sich zwischen Improvisationen, Erzählungen und Originalzitaten aus dem Verswerk. Manchmal braucht es für Theater nicht mehr als eine Stimme, eine Gitarre und eine gute Geschichte.
Die Figuren
Sie, die Erzählerin, verschlingt Bücher und hat eine ausgeprägte Neigung, in Zitaten Schiffbruch zu erleiden. Er, der Musiker, weiss von der Odyssee nur wenig. Beinahe zufällig treffen sie auf der Bühne aufeinander und verweben Worte und Musik, Wortgefechte und Unterbrechungen miteinander, um die Geschichte von Odysseus zu erzählen – dem Mann, der vor zwanzig Jahren aufgebrochen ist und seitdem versucht, nach Hause zurückzukehren – und von Penelope, der Frau, die auf ihn wartet. So entsteht eine Erzählung voller Fragmente, Bilder, Musik und Worte.
Die Aufführung
In den vierundzwanzig Gesängen der Odyssee verbergen sich unzählige Themen – viel zu viele, um sie alle einzeln und ausführlich zu erzählen. Also muss man auswählen. Doch wie? Nach welchem Kriterium hat die Erzählerin entschieden, manches wegzulassen, bestimmte Bilder ins Licht zu rücken und andere im Schatten zu lassen?
Das Ende ist überraschend und zugleich tröstlich: Erzählen ist immer ein Akt der Liebe – genauso wie Lernen. Es fällt uns leichter, wenn die Seiten von uns selbst sprechen und uns etwas anvertrauen, das wir allein nicht auszudrücken vermögen.
Deshalb ist die Odyssee eine Geschichte, die immer wiederkehrt, die niemals stirbt, die sich vor unseren Augen wandelt und doch auch nach dreitausend Jahren noch moderne, zeitgenössische und alltägliche Abenteuer bereithält. Die Bühne des Lebens bleibt dieselbe: Ein Held bricht auf, begegnet Hindernissen und Gefahren und muss, um ans Ziel zu gelangen, mit dem arbeiten, was ihm zur Verfügung steht – mit Angst und Mut. Die Odyssee hat uns noch immer viel zu sagen. Alles, was wir nicht erklären konnten, wartet auf euch … Lest sie selbst!
Teatro Foce
Via Foce n. 1, 6900, Lugano, Schweiz
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